{"id":60,"date":"2014-08-26T19:49:47","date_gmt":"2014-08-26T17:49:47","guid":{"rendered":"http:\/\/web16.vps10313.alfahosting-vps.de\/?page_id=60"},"modified":"2023-11-21T17:31:40","modified_gmt":"2023-11-21T15:31:40","slug":"klaeranlage","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.gemeinde-oberau.de\/?page_id=60","title":{"rendered":"Kl\u00e4ranlage"},"content":{"rendered":"<table style=\"border-collapse: collapse; width: 100%;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 61.6666%; border-style: hidden; border-color: #ffffff; vertical-align: top;\"><span style=\"color: #000000;\">Kl\u00e4ranlage Oberau<\/span><\/p>\n<p>Ein Blick zur\u00fcck<\/p>\n<p>Die Gemeinde Oberau hatte bereits im Jahre 1954 Pl\u00e4ne f\u00fcr eine Abwasseranlage erstellen lassen. Das Trinkwasserprojekt der Landeshauptstadt M\u00fcnchen hat jedoch die weitere Ausf\u00fchrung unterbrochen, da in der Folgezeit nur eine zentrale Gro\u00dfkl\u00e4ranlage au\u00dferhalb des Einzugsgebietes f\u00fcr sinnvoll erachtet wurde. Am 23. M\u00e4rz 1979 fiel im Rahmen einer gro\u00dfen Besprechung in der Obersten Baubeh\u00f6rde schlie\u00dflich die Entscheidung zugunsten des Baus einer eigenen gemeindlichen Kl\u00e4ranlage.Die Gemeinde Oberau hatte bereits im Jahre 1954 Pl\u00e4ne f\u00fcr eine Abwasseranlage erstellen lassen. Das Trinkwasserprojekt der Landeshauptstadt M\u00fcnchen hat jedoch die weitere Ausf\u00fchrung unterbrochen, da in der Folgezeit nur eine zentrale Gro\u00dfkl\u00e4ranlage au\u00dferhalb des Einzugsgebietes f\u00fcr sinnvoll erachtet wurde. Am 23. M\u00e4rz 1979 fiel im Rahmen einer gro\u00dfen Besprechung in der Obersten Baubeh\u00f6rde schlie\u00dflich die Entscheidung zugunsten des Baus einer eigenen gemeindlichen Kl\u00e4ranlage.<\/td>\n<td style=\"width: 4.99997%; border-style: hidden; background-color: #cccacf; border-color: #ffffff; vertical-align: top;\"><\/td>\n<td style=\"width: 33.3333%; border-style: hidden; background-color: #cccacf; border-color: #ffffff; vertical-align: top;\">Ansprechpartner:<\/p>\n<p>Kl\u00e4rw\u00e4rter Hannes Stecker<\/p>\n<p>Tel.: 08824 1305<\/p>\n<p>An der Loisachbr\u00fccke<\/p>\n<p>82496 Oberau<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"color: #000000;\">Bei der Suche nach einem geeigneten Standort stellte sich fast erwartungsgem\u00e4\u00df heraus, da\u00df nur wenige Grundst\u00fccke in Frage kamen, da \u00f6stlich der Loisach die weitere Schutzzone der Trinkwasserversorgung der Landeshauptstadt M\u00fcnchen sowie entlang der Loisach die \u2013 damals bereits in einem fortgeschrittenen Planungsstadium befindliche \u2013 Autobahntrasse der A 95 M\u00fcnchen \u2013 Garmisch-Partenkirchen die M\u00f6glichkeiten stark einschr\u00e4nkten. Nach erfolglosen Grundst\u00fccksverhandlungen betreffend westlich der Loisach gelegene Fl\u00e4chen ist im Jahre 1984 dann der heutige Standort, der sich nord\u00f6stlich des bebauten Ortsgebietes auf der Ostseite der Loisach und innerhalb (!) der weiteren Schutzzone befindet, festgelegt. Mit dem Bau des Kl\u00e4rwerkes konnte kurze Zeit sp\u00e4ter endlich begonnen werden, die Inbetriebnahme erfolgte am 03. Juli 1986. Die Baukosten f\u00fcr die Kl\u00e4ranlage (ohne Kanalnetz) beliefen sich auf rund 5,5 Mio. DM<\/p>\n<div id=\"attachment_61\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.gemeinde-oberau.de\/wp-content\/uploads\/klaeranlage.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-61\" class=\"size-full wp-image-61\" src=\"https:\/\/www.gemeinde-oberau.de\/wp-content\/uploads\/klaeranlage.jpg\" alt=\"Kl\u00e4ranlage Oberau\" width=\"600\" height=\"416\" srcset=\"https:\/\/www.gemeinde-oberau.de\/wp-content\/uploads\/klaeranlage.jpg 600w, https:\/\/www.gemeinde-oberau.de\/wp-content\/uploads\/klaeranlage-300x208.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-61\" class=\"wp-caption-text\">Kl\u00e4ranlage Oberau<\/p><\/div>\n<p>Ein paar Worte zur Ausbaugr\u00f6\u00dfe &#8230;<\/p>\n<p>Das Kl\u00e4rwerk ist f\u00fcr eine Belastung von 7.000 Einwohnergleichwerten (EGW) ausgelegt. Diese Einwohnergleichwerte setzen sich zusammen aus der Zahl der Einwohner (etwa 3.000 mit Hauptwohnsitz gemeldete Personen), den G\u00e4stezahlen aus dem Fremdenverkehr, den auf Einwohner umgerechneten Abwassermengen von Gewerbebetrieben (ca. 1.700 EGW) und einer angemessenen Reserve f\u00fcr die k\u00fcnftige Gemeindeentwicklung. Die Kl\u00e4ranlage kann maximal 1.640 m\u00b3 Abwasser t\u00e4glich bzw. 127 m\u00b3 st\u00fcndlich aufnehmen. Bei Regen erh\u00f6ht sich diese Menge \u2013 durch Entlastungsbauwerke \u2013 auf 229 m\u00b3 st\u00fcndlich.<\/p>\n<p>&#8230; und zur Technik<\/p>\n<p>Bei der Kl\u00e4ranlage handelt es sich um eine mechanisch-biologische Teichanlage, die einen Wirkungsgrad von mindestens 90 Prozent erreicht. Aufgrund der Tatsache, da\u00df die Anlage die Loisach als Vorfluter nutzt und damit das gereinigte Abwasser nach einem Flie\u00dfweg von ann\u00e4hernd 20 Kilometern in den \u2013 eutrophierenden \u2013 Kochelsee m\u00fcndet, wurde von den Wasserwirtschaftsbeh\u00f6rden eine weitergehende Reinigung mittels Phosphatelimination gefordert. In der chemischen Stufe mu\u00df daher der Phosphorgehalt im Abwasser in Form von Phosphaten (enthalten z. B. in Waschmitteln) um ca. 90% reduziert werden. Dadurch kann ein Beitrag zur Verringerung der N\u00e4hrstoff-Fracht geleistet und die Wasserqualit\u00e4t des Kochelsees verbessert werden (Verringerung des Algenwachstums).<\/p>\n<p>Noch mehr Technik: Die einzelnen Anlagenteile und der Verfahrensablauf im Detail<\/p>\n<p>\u2013 Bel\u00fcfteter Teich 1 mit R\u00fccklaufschlammbauwerk:<\/p>\n<p>Vom vorgeschalteten, automatisch arbeitenden Rechen, der das Abwasser von Grobstoffen befreit, flie\u00dft es weiter in den ersten bel\u00fcfteten Teich. Dieser hat eine Wassertiefe von drei Metern und ein Volumen von ca. 3.300 m\u00b3. Hier vollzieht sich der Hauptteil der Abwasserreinigung, und zwar auf biologische Weise. Es bilden sich Bakterien und Mikroorganismen, die die Verschmutzung des Wassers aufnehmen, \u00e4hnlich wie bei einem nat\u00fcrlichen Gew\u00e4sser, jedoch in intensivierter Form. F\u00fcr einen konzentrierten Abbau m\u00fcssen f\u00fcr die Organismen optimale Lebensbedingungen geschaffen werden. Dies geschieht, indem Luft in den Teich eingeblasen wird und somit die Organismen mit Sauerstoff versorgt werden. Die Luft wird dabei \u00fcber Schl\u00e4uche, an denen feinblasige Bel\u00fcfter angebracht sind, knapp \u00fcber der Teichsohle eingeblasen (st\u00fcndlich ca. 1.800 m\u00b3). Die Erzeugung der Druckluft erfolgt mit sog. Radialgebl\u00e4sen, die im Untergescho\u00df des Betriebsgeb\u00e4udes stehen. Eine weitere Voraussetzung, damit sich die Mikroorganismen &#8222;wohlf\u00fchlen&#8220;, ist, da\u00df eine m\u00f6glichst konzentrierte Bakterienmasse im Teich angereichert wird. Dies wird erreicht, indem der biologische Schlamm am Ende des Beckens abgesetzt und wieder zur\u00fcck in den Teichzulauf bef\u00f6rdert wird. Dazu ist ein Betonbauwerk mit Trichter am Ende des ersten Teichs vorhanden. Darin wird der Schlamm mittels eines R\u00e4umers automatisch abgezogen und zum Einlauf zur\u00fcckgepumpt.<\/p>\n<p>\u2013 Bel\u00fcfteter Teich 2:<\/p>\n<p>Das bereits im ersten Teich weitgehend gereinigte Abwasser flie\u00dft nach Abtrennung des Schlammes in den zweiten bel\u00fcfteten Teich und wird dort nochmals bel\u00fcftet. Dieser zweite bel\u00fcftete Teich dient im wesentlichen als Sicherheitsstufe und zur &#8222;Sch\u00f6nung&#8220; des Abwassers. Er verf\u00fcgt \u00fcber ein Volumen von ca. 1.800 m\u00b3.<br \/>\n\u2013 Nachkl\u00e4rteich:<\/p>\n<p>Im letzten Teich ist keine Bel\u00fcftung installiert. Dort setzt sich der restliche Schlamm ab und das gereinigte Abwasser flie\u00dft in die Loisach ab (Volumen ca. 2.200 m\u00b3). Bei Trockenwetterzuflu\u00df betr\u00e4gt hier die Aufenthaltsdauer des Abwassers mehr als einen Tag. Da die Kl\u00e4ranlage \u2013 wie oben ausgef\u00fchrt \u2013 innerhalb eines Wasserschutzgebietes liegt, wurden die Teiche mit einer speziellen Kunststoff-Folie abgedichtet, um ein Eindringen des Abwassers in das Grundwasser in jedem Falle zu verhindern.<br \/>\n\u2013 Schlammstapelbecken:<\/p>\n<p>In diesem Becken mit einem Volumen von etwa 350 m\u00b3 kann der Schlamm, der im Rahmen des Reinigungsprozesses angefallen ist, \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum gelagert werden. Je nach Anfall mu\u00df er von Zeit zu Zeit zur Entsorgung (landwirtschaftliche Verwertung oder Deponierung) abgefahren werden.<br \/>\n\u2013 Betriebsgeb\u00e4ude:<\/p>\n<p>Hier sind alle notwendigen Einrichtungen und Maschinen, die f\u00fcr den Betrieb der Kl\u00e4ranlage ben\u00f6tigt werden, untergebracht. Im Erdgescho\u00df befindet sich die Schaltwarte, wo alle elektrischen Kontroll- und Schaltanlagen installiert sind, die zur \u00dcberwachung der Anlage erforderlich sind. Au\u00dferdem beinhaltet das Betriebsgeb\u00e4ude einen Laborraum zur Analyse gezogener Abwasserproben, einen B\u00fcro- und Sozialraum sowie einen Sanit\u00e4rraum. Um kleinere Reparaturen und Wartungen vor Ort durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen, wurde auch eine Werkstatt vorgesehen. Im Keller ist der Gebl\u00e4seraum mit schalld\u00e4mmendem Mauerwerk versehen, um m\u00f6glichst wenig L\u00e4rm von den Gebl\u00e4sen nach au\u00dfen dringen zu lassen. Die vier vorhandenen Gebl\u00e4se versorgen die Teiche mit Druckluft. Weiterhin ist im Keller die F\u00e4llmitteldosieranlage, mit der Chemikalien f\u00fcr die Phosphatelimination \u2013 in diesem Fall Eisenchloridsulfat \u2013 in die Teiche dosiert werden, untergebracht. Diese besteht aus zwei Kunststofftanks von jeweils 10.000 Liter Fassungsverm\u00f6gen, den Dosierpumpen und den Armaturen. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden ist die Anlage in einer wasserdichten Wanne untergebracht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.gemeinde-oberau.de\/wp-content\/uploads\/BMUB_NKI_gefoer_Web_de_quer-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1277\" src=\"https:\/\/www.gemeinde-oberau.de\/wp-content\/uploads\/BMUB_NKI_gefoer_Web_de_quer-1-300x100.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"100\" srcset=\"https:\/\/www.gemeinde-oberau.de\/wp-content\/uploads\/BMUB_NKI_gefoer_Web_de_quer-1-300x100.jpg 300w, https:\/\/www.gemeinde-oberau.de\/wp-content\/uploads\/BMUB_NKI_gefoer_Web_de_quer-1-768x257.jpg 768w, https:\/\/www.gemeinde-oberau.de\/wp-content\/uploads\/BMUB_NKI_gefoer_Web_de_quer-1-1024x343.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Link zum Projekttr\u00e4ger J\u00fclich: <a href=\"https:\/\/www.ptj.de\/klimaschutzinitiative-kommunen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.ptj.de\/klimaschutzinitiative-kommunen<\/a><\/p>\n<p>In Form einer interkommunalen Zusammenarbeit wurde zur Senkung der Energiekosten eine Energieeffizienzanalyse der <strong>Kl\u00e4ranlagen Oberau und Unterammergau<\/strong> in Auftrag gegeben.<\/p>\n<p>Diese Analyse gibt Aufschluss dar\u00fcber, wo Energie bei den Anlagen eingespart, bzw. gezielter eingesetzt werden kann. Auch der Einsatz regenerativer Energien, wie z. B. einer Photovoltaikanlage wird hierbei untersucht.<\/p>\n<p>Gef\u00f6rdert werden diese Untersuchungen vom Bundesministerium f\u00fcr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutchen Bundestags.<\/p>\n<p>Das Programm nennt sich: <strong>Nationale Klimaschutzinitiative (F\u00f6rderkennzeichen 03K05667, Laufzeit: 31.07.2018)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><em>Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und f\u00f6rdert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivit\u00e4ten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven F\u00f6rderma\u00dfnahmen. Diese Vielfalt ist Garant f\u00fcr gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative tr\u00e4gt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. <\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kl\u00e4ranlage Oberau Ein Blick zur\u00fcck Die Gemeinde Oberau hatte bereits im Jahre 1954 Pl\u00e4ne f\u00fcr eine Abwasseranlage erstellen lassen. Das Trinkwasserprojekt der Landeshauptstadt M\u00fcnchen hat jedoch die weitere Ausf\u00fchrung unterbrochen, da in der Folgezeit nur eine zentrale Gro\u00dfkl\u00e4ranlage au\u00dferhalb des Einzugsgebietes f\u00fcr sinnvoll erachtet wurde. Am 23. 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